Deutsch-Chinesischer Workshop 2006

Deutsch-Chinesischer Workshop zur Biodiversität in Trockengebieten

Desertifikation und globaler Umweltwandel bedrohen die Biodiversität und den Landschaftshaushalt. in vielen Trockengebieten der Erde. So sind auch die nördlichen Provinzen Chinas von der Zerstörung der Ökosysteme durch unsachgemäße Landnutzung, Überweidung und Rodungen,Übernutzung der Böden und Wasserressourcen betroffen. Die Folge sind Landschaftsdegradation und damit Verlust der von vorneherein schon sehr niedrigen biologischen Produktionsgrundlagesowie Rückgang der Artenvielfalt. In den vergangenen Jahrzehnten wurden in China umfangreiche Maßnahmen zur Desertifikationsbekämpfung und Rehabilitierung degradierter Ökosysteme durchgeführt. Allerdings wurden artenarme Bestände, die zum Teil auch aus Neophyten bestehen, hier verwendet.

Die Funktion der Biodiversität in den Trockengebieten stand im Mittelpunkt eines gemeinsamen deutsch-chinesischen Symposiums in Urumqivom 3.-6. Oktober 2006, das von Siegmar-W. Breckle (Bielefeld), Maik Veste (Hohenheim), Gao Jiarong (Beijing Forestry University) und Yu Chinag (Agricultural University Urumqi) organisiert wurde.

Die Wissenschaftler kamen überein, dass für zukünftige Rehabilitationsmaßnahmen auch Bedeutung der Biodiversität für die Ökosystemfunktionen verstärkt berücksichtigt werden muss. Die Erhaltung oder Entwicklung der Biodiversität in den Trockengebieten trägt zum Aufbau von langfristig stabilen Ökosystem bei. Dabei sollen standortsspezifische Maßnahmen zur Entwicklung der Biodiversität bei den Planungen zur Desertifikationsbekämpfung mitberücksichtigt werden. Dies setzt allerdings auch grundlegende Erkenntnisse über die gegebene Biodiversität (und China ist ein besonders artenreiches Land) inden versc hiedenen ariden Ökosystemen und deren Funktion voraus. Die wissenschaftliche Kooperation der Trockengebietsforschung soll zwischen chinesischen und deutschen Instituten weiter ausgebaut werden. Schwerpunkte zukünftiger Projekte sind die Ökologie der Trockengebiete, das Management natürlicher Ressourcen, die Desertifikationsbekämpfung und die Erhaltung der Biodiversität.

Der Austausch von Studierenden, Wissenschaftlern und Lehrpersonal sowie die Durchführung von gemeinsamen Forschungsprojekten sollen stärker gefördert werden. Koordiniert werden diese Aktivitäten in Zukunft von einem gemeinsamen Zentrum für Trockengebietsforschung in Beijing, das an der Forst-Universität in Beijing angesiedelt sein wird.

Informationen:

 http://www.drylandresearch.de/

 


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